Gastfreundschaft

Gastfreundschaft – Griechische Mentalität – die feine Art

Traditionell sind die Griechen ein sehr gastfreundliches Volk, und Gastfreundschaft ist auch immer noch ein zentrales Thema in der griechischen Gesellschaft. Sie ist fast schon eine Art Pflicht, der man sich nicht entziehen kann. An manchen Plätzen trifft man immer noch Menschen, die einen einfach zu einem Kaffee mit nach Hause nehmen, um ein bisschen zu reden. In den Touristenzentren kann man natürlich mitunter bemerken, dass der Geschäftsmann die Aufgeschlossenheit Fremden gegenüber etwas in den Hintergrund treten lässt. Die Griechen sind im Allgemeinen fröhliche, lebenslustige Menschen, die sich aber einem guten Geschäft nicht verschließen.

 

Touristen werden eigentlich immer nett empfangen; zum Teil mögen hier wirtschaftliche Erwägungen eine Rolle spielen. Ausländische Geschäftsleute lernen das Land dagegen manchmal weniger offen kennen; die Konkurrenz, die einem das Geldverdienen erschwert, wird eben nicht gern gesehen.

Politisieren

Griechen machen gern „viel Lärm um nichts“. Beim Reden über Politik schlagen die Herzen höher und es kommt leicht zum Streit. Toleranz gegenüber anders Denkenden ist nicht gerade eine Stärke der griechischen Mentalität. So kommt es auch, dass man vielerorts das Cafenion nach der Parteizugehörigkeit aussucht, denn so wird Streit vermieden.

Ehe und Moral

Der griechische Mann hat im Allgemeinen ein gut ausgeprägtes Selbstbewusstsein und übt sich oft in Imponiergehabe. Der Mann ist das Oberhaupt der Familie, zumindest nach außen. Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass in vielen Familien die „Mama“ hinter den Kulissen regiert.

Früher war es üblich, dass der Mann Erfahrungen sammeln sollte, bevor er sich „ewig bindet“, die Frau aber sollte jungfräulich in die Ehe kommen. Das mit der Jungfräulichkeit scheint sich in den letzten Jahren zu ändern, aber frau tut meistens wenigstens so, als ob.

Bis vor wenigen Jahren kam es häufig vor, dass männliche Urlauber, die sich an junge Griechinnen heranmachten, mit dem großen Bruder oder dem Onkel eine unangenehme Bekanntschaft machten. Urlauberinnen, die zu verstehen geben, dass sie männliche Aufmerksamkeiten suchen, müssen dagegen nicht lange warten, bis einer anbeißt. Ein kamaki, ein Schürzenjäger, wird auch heute noch als „ganzer Kerl“ angesehen.

Heute verteilt sich die Aufmerksamkeit der griechischen Männer allerdings stärker, denn Griechinnen sind nicht mehr „tabu“. Wenn man Zeitungberichten glauben darf, so ist es nach wie vor gang und gäbe, dass griechische Männer außereheliche Kontakte suchen, manchmal sogar mit Billigung der Ehefrau.

Griechische Zeitungen berichten, dass Kondome unbeliebt sind, und dass sich AIDS auch in den letzten Jahren immer weiter verbreitet hat in Hellas.

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